Bezirksregierung
Arnsberg

Digital Futures in Education – Europäische Lehrkräfte entdecken KI, MINT und Medienbildung in deutschen Schulen

Europawoche in der Bezirksregierung Arnsberg: Digitale Zukunft in deutschen Klassenzimmern

Im Rahmen der Europawoche begrüßte die Bezirksregierung Arnsberg Anfang November 2025 insgesamt 21 Fortbildende aus Dänemark, Schweden und Litauen, die im Rahmen des Erasmus+-Projekts EFFORT-A zu Gast waren. Unter dem Motto Digital Futures in Education: STEM, Media Literacy, and AI in German Schools stand der dreitägige Austausch ganz im Zeichen der Digitalisierung, Medienbildung und Künstlichen Intelligenz in Schule und Lehrer:innenbildung.

Das Programm bot vielfältige Einblicke in das deutsche Schulsystem und zeigte, wie Lehrkräftebildung, Medienkompetenz und MINT-Förderung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in Deutschland ineinandergreifen. Neben Besuchen an Grundschulen und Förderschulen standen praxisnahe Einblicke in Makerspaces, das Dortmunder Medienzentrum sowie Diskussionsrunden zur Lehrer:innenbildung im digitalen Zeitalter auf dem Programm.

Ein besonderes Highlight war der Austausch über die Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Unterricht: In Workshops wurde gemeinsam erarbeitet, wie KI-Lernprozesse unterstützen, mathematisches Denken fördern und Lehrkräfte entlasten kann ohne pädagogische Verantwortung zu ersetzen. Dabei wurde deutlich, dass sich alle Partnerländer aktuell mit ähnlichen Fragen der digitalen Transformation auseinandersetzen, jedoch unterschiedliche Wege finden, diese in ihre Bildungssysteme zu integrieren. Viele der Gäste zeigten sich beeindruckt davon, wie digitale Werkzeuge wie FOBIZZ oder FELLOFISH, in den Gastschulen bereits strukturell verankert und durch regionale Unterstützungsnetzwerke begleitet werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Vergleich der Schulsysteme in Deutschland, Dänemark, Schweden und Litauen. Trotz struktureller Unterschiede, etwa in der Schulorganisation oder Lehrkräfteausbildung, zeigte sich eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit: In allen Ländern stehen Schulen vor ähnlichen Herausforderungen wie Lehrkräftemangel, Heterogenität, Inklusion und der Notwendigkeit, digitale Kompetenzen systematisch zu fördern. Zugleich wurde sichtbar, dass Innovation dort besonders gelingt, wo Schulen Freiräume zur Gestaltung haben und sich international vernetzen.

Der abschließende Workshop zur Verknüpfung von Mathematik, MINT und KI in der Nelson-Mandela-Schule Bochum bot den Teilnehmenden Raum, eigene Ideen zu entwickeln und Perspektiven für künftige Kooperationen zu entwerfen. Die intensive Arbeitsatmosphäre, das gemeinsame Lernen und der offene Austausch legten den Grundstein für nachhaltige europäische Partnerschaften im Sinne von Erasmus+: praxisnah, zukunftsorientiert und menschlich verbunden.

Ein herzlicher Dank gilt den moderierenden Kolleg:innen der Bezirksregierung Arnsberg, dem Medienzentrum Dortmund, dem Deutschen Fußballmuseum Dortmund sowie insbesondere den gastgebenden Schulen – der Talschule in Hamm, der Else-Hirsch-Schule und der Nelson-Mandela-Schule in Bochum – für ihre Offenheit, ihr Engagement und die inspirierende Zusammenarbeit während dieser intensiven Europawoche.

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