Europa im Austausch: Belgische und französische Kolleginnen und Kollegen zu Gast in Witten und Dortmund
Einblicke in Schulkultur, Umgang mit Heterogenität und Europa
Vom 10. bis 11. März 2026 hatten Kolleginnen und Kollegen aus Versailles im Rahmen eines Job-Shadowings die Möglichkeit, Einblicke in das deutsche Schulsystem in Dortmund zu gewinnen. Der Austausch bot einen authentischen Einblick in den schulischen Alltag und setzte dabei besondere Schwerpunkte auf den Umgang mit Heterogenität sowie auf Digitalisierung in Schulen im Ruhrgebiet.
Am 16. und 17. März 2026 war zudem eine Delegation belgischer Schulleitungen aus Waasland in Witten zu Gast. Auch sie interessierten sich besonders für diese Themen. Darüber hinaus standen der Umgang mit neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern, Unterstützungsmöglichkeiten in Krisensituationen sowie die Förderung des Wohlbefindens der Lernenden im Fokus.
Vielfältige Programmpunkte: Theorie und Praxis im Austausch
Das Job-Shadowing umfasste Schulbesuche an insgesamt 15 Schulen aus fünf verschiedenen Schulformen. Neben umfangreichen Unterrichtshospitationen standen vor allem die von den Gästen gewünschten inhaltlichen Schwerpunkte im Mittelpunkt des europäischen Austauschs. Ergänzt wurde das Programm durch eine Einführung in das deutsche Schulsystem, die den Gästen half, die Eindrücke aus dem Schulalltag besser einzuordnen.
Alle Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, sich intensiv mit Lehrkräften, Schulleitungen und weiteren pädagogischen Fachkräften über aktuelle Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze auszutauschen.
Besondere Akzente setzte die französische Gruppe beim Besuch des Westfalenkollegs Dortmund, einer Schule des Zweiten Bildungswegs. Hier standen vor allem die Chancen und Herausforderungen lebenslangen Lernens sowie die Rolle von Schulsozialarbeit in der Erwachsenenbildung im Mittelpunkt der Gespräche. Die belgischen Gäste in Witten schätzten insbesondere den Austausch über schulformübergreifende Herausforderungen.
Fazit: Impulse für die eigene Praxis
Der Austausch bot allen Teilnehmenden eine intensive Auseinandersetzung mit der deutschen Bildungslandschaft mit ihren Herausforderungen ebenso wie mit ihren Stärken. Besonders wertvoll waren die offenen Gespräche mit deutschen Kolleginnen und Kollegen, die praxisnah über ihre Erfahrungen berichteten.
Neben fachlichen Erkenntnissen konnten die Teilnehmenden wertvolle Kontakte knüpfen, die langfristig zur Weiterentwicklung der internationalen Zusammenarbeit beitragen werden. Die abschließende Reflexionsrunde zeigte deutlich: Die gewonnenen Impulse werden in die jeweiligen Schulen weitergetragen und in die eigene Praxis integriert.