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Digital Learning Experts (DiLEx) – Level up: Schulentwicklung digital gedacht

Im Kontext der „Digitalstrategie Schule NRW“ hat die EU-Geschäftsstelle im Schuljahr 2024/2025 zwei Erasmus+ Lehrerqualifizierungen zum Thema „Digital Learning Experts (DiLEx) – Kultur der Digitalität im Unterricht entwickeln“ durchgeführt. Insgesamt nahmen daran 21 Teilnehmende aus Schulaufsicht, Schulleitung, Digitalisierungsbeauftragten- und Medienbeauftragten sowie Fachberatungen teil. Ziel war es, das finnische Bildungssystem im Bereich Digitalisierung kennenzulernen und dadurch neue Impulse für die schuleigenen Konzepte zur lernförderlichen Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht zu entwickeln und sich sowohl schulübergreifend als auch international zu vernetzen.

Nach zwei vorbereitenden Modulen folgte als drittes Modul die eigentliche Durchführung des Job-Shadowings in Finnland und eine abschließende Runde zur Evaluation. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die finnischen Lehr- und Lernkonzepte, die Flexibilität, individuelle Förderung und digitale Lernumgebungen als zentrale Erfolgsfaktoren moderner Bildung hervorheben.

Das Berufsbildungszentrum Omnia beeindruckte mit moderner Ausstattung, Praxisnähe und einem flexiblen Ausbildungssystem. Die Lernenden arbeiten dort nach einem „Personal Competence Development Plan“, mit Hilfe dessen ihre Kompetenzen digital erfasst und über die gesamte Schullaufbahn hinweg gezielt weiterentwickelt werden. Der in Omnia integrierte „Maker Space“ zeigte, wie Technologie, Kreativität und Praxis Hand in Hand gehen, während Kooperationen mit innovativen Start-ups den Übergang in den Beruf erleichtern.

Unter Federführung des schulfachlichen Dezernenten für Digitalisierung Detlef Sandmann konnten sich die Teilnehmenden im Nachgang weiter vernetzen und wertvolle Impulse zur Entwicklung verschiedener pädagogisch-organisatorischer Konzepte (POKs) und schulübergreifender professioneller Lerngemeinschaften (PLGs) erhalten, um die Konzepte für unterschiedliche Bildungsgänge und Ausbildungsberufe auszubauen.

Neben der gemeinsamen Testung von digitalen Modulen zur Lernwegbegleitung bereits etablierter Schulsoftware, wurde die Basis für die Entwicklung gemeinsamer E-Learning-Programme und digitaler Lernformate gelegt, um eine gelungene Verknüpfung von Distanz- und Präsenzunterricht zu ermöglichen. Mikrofortbildungen zu künstlicher Intelligenz und im Bereich Onboarding sollen Lehrkräfte darin schulen, neue Technologien kompetent in den Unterricht zu integrieren. Workshops für andere Berufskollegs sollen Einblicke in die School-FabLab-Entwicklung möglich machen. Auch internationale Kooperationen, zum Beispiel im Bereich Lernender in der Textilindustrie sind angedacht.

Im Rahmen einer Schulleiterdienstbesprechung boten die Teilnehmenden Einblicke in den „working progress“. Auch im kommenden Schuljahr 2025/26 sind zu dieser Thematik zwei weitere Job-Shadowings in Finnland nach bewährtem Konzept geplant, ebenso wie eine Follow-Up Erasmus+ Veranstaltung zur nachhaltigen Etablierung und weiteren schulübergreifenden Vernetzung.

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