Tiefe Geothermie

Das SuperC-Projekt in Aachen war das erste derartige Projekt in Nordrhein-Westfalen. Hier soll die Gewinnung von Erdwärme aus einer 2.545 Meter tiefen Bohrung zur Klimatisierung eines Gebäudes der RWTH Aachen erfolgen. Das Temperaturgefälle soll im Winter die Heizungsanlage und im Sommer die Kühlanlage des Servicegebäudes der Technischen Hochschule umweltfreundlich mit Energie versorgen. Die Arbeiten für die Bohrung wurden zwar schon Anfang 2005 abgeschlossen, mit dem Einbau des Sondeninnenrohrs wurde aber zunächst gewartet, um das empfindliche Rohr während der Hochbauarbeiten des SuperC-Gebäudes nicht zu gefährden.

Das mit 5,64 Millionen Euro kalkulierte Projekt der RWTH Aachen wurde überwiegend mit EU-Fördermitteln finanziert, außerdem hat das Land Nordrhein-Westfalen das Projekt mit rund 1,85 Millionen Euro bezuschusst.

Ende Januar 2008 wurden in Arnsberg-Hüsten bei einer Bohrtiefe von 2.835 m die Bohrarbeiten für Nordrhein-Westfalens tiefste Geothermiesonde abgeschlossen. Mit der Erdwärmesonde wollen die Stadtwerke Arnsberg das nahegelegene Freizeitbad beheizen. Im Bohrlochtiefsten herrscht eine Temperatur von 87 Grad, sodass im Wasserkreislauf eine Temperatur von 55 Grad Celsius erreicht wird. Die Anlage soll eine jährliche Wärmemenge von bis zu 2,1 Gigawattstunden im Jahr erbringen, das entspricht dem Bedarf von ca. 140 Einfamilienhäusern.

Die Bohrarbeiten waren Anfang 2006 abgebrochen worden, nachdem man bei ca. 580 m auf einen wertvollen und hoch ergiebigen Solewasserleiter gestoßen war. An einem zweiten Bohrplatz wurden die Bohrarbeiten auf Erdwärme dann weitergeführt.

Das Arnsberger Geothermie-Projekt wurde aus Mitteln der Landesförderung progres.nrw mit 850.000 EUR gefördert.