Förderung von öffentlich zugänglicher Schnellladeinfrastruktur

Förderung von öffentlich zugänglicher Schnellladeinfrastruktur

Wer kann einen Antrag auf Förderung stellen?

Natürliche und juristische Personen 

Was wird gefördert?

Kauf und Errichtung fabrikneuer öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Aufbaus von Schnell-Ladehubs mit mindestens vier fest installierten Schnell-Ladepunkten einschließlich des dafür erforderlichen Netzanschlusses. 

Gefördert werden kann auch die Kombination aus Netzanschluss und einem Pufferspeicher, wenn diese der Versorgung von Ladepunkten dient.

Eine Liste der zuwendungsfähigen Ausgaben für Schnell-Ladepunkte sowie für die Netzanschlüsse finden Sie im Anhang zum Ersten Aufruf zur Antragseinreichung unter „Downloads“ auf dieser Seite.

Die Förderung erfolgt als Anteilfinanzierung.

Wie viel Förderung gibt es?

Schnelladepunkte

  • Ladepunkte > 50 Kilowatt und < 100 Kilowatt:
    maximal 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens 10.000 Euro pro Ladepunkt

    Diese Ladepunkte werden nur auf Parkflächen, beispielsweise des Einzelhandels, von Einkaufszentren, Schwimmbädern, Fitnessstudios, Veranstaltungshallen (Messen) oder Stadien, gefördert. 
     

  • Ladepunkte > 100 Kilowatt:
    maximal 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens 20.000 Euro pro Ladepunkt

    Diese Ladepunkte können auf allen Parkflächen und sonstigen öffentlich zugänglichen Flächen errichtet werden.

Netzanschlüsse und Pufferspeicher
(nur in Verbindung mit der Errichtung einer Ladeeinrichtung pro Standort)

  • Niederspannungsnetz:
    maximal 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens 10.000 Euro;
    in Kombination mit einem Pufferspeicher höchstens 100.000 Euro, wenn ein Mittelspannungsanschluss notwendig gewesen wäre 
     
  • Mittelspannungsnetz:
    maximal 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens 100.000 Euro 

Unter welchen Voraussetzungen wird gefördert? Was sind die Kriterien?

Auswahlverfahren

Nach Ablauf der Antragseinreichungsfrist erfolgt ein Auswahlverfahren (Rankingbildung) je Leistungskategorie und je Regierungsbezirk der fristgerecht und vollständig eingereichten Anträge. Die Anträge werden in der Reihenfolge der geringsten Förderausgaben pro Kilowatt Gesamtladeleistung bewilligt. Darüber hinaus wird ein regionaler Verteilungsschlüssel in den Regierungsbezirken Nordrhein-Westfalens angewandt.

Vorhabenbeginn

Vor Bewilligung darf mit dem Vorhaben nicht begonnen werden. Als Vorhabenbeginn ist grundsätzlich der Abschluss eines dem Projekt zuzuordnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages zu werten. Planung, Genehmigungsverfahren oder ähnliches gelten nicht als Beginn des Vorhabens.

Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energien

Der für den Ladevorgang erforderliche Strom muss aus erneuerbaren Energien stammen (Stromliefervertrag bzw. Eigenerzeugung).

Durchführungszeitraum

Der Durchführungszeitraum der Maßnahme bis zur Inbetriebnahme soll nicht länger als 18 Monate betragen.

Technische Anforderungen

Die technischen Mindestanforderungen richten sich nach der Ladesäulenverordnung; die Ladeinfrastruktur muss den Vorgaben des Mess- und Eichgesetzes entsprechen.
Die Ladeinfrastruktur muss über einen aktuellen offenen Standard, wie zum Beispiel Open Charge Point Protocol, an ein IT-Backend, eine sogenannte Online-Anbindung der Ladeinfrastruktur, angebunden und remotefähig sein.
Es ist mittels Roaming sicherzustellen, dass Vertragskundinnen und Vertragskunden von anderen Anbieterinnen und Anbietern von Fahrstrom und zusätzlichen Servicedienstleistungen den jeweiligen Standort auffinden, den dynamischen Belegungsstatus einsehen, Ladevorgänge starten und bezahlen können.

Zugänglichkeit

Der Ladepunkt muss grundsätzlich uneingeschränkt öffentlich zugänglich sein, 24 Stunden pro Tag an sieben Tagen der Woche.

Zweckbindungsfrist

Die Mindestbetriebsdauer beträgt sechs Jahre.

 

Weitere Voraussetzungen finden Sie in der Richtlinie beziehungsweise im Ersten Aufruf zur Antragseinreichung.

Wie läuft das Förderverfahren ab?

  1. Kostenvoranschlag bzw. Angebot einholen.
  2. Online-Antragsformular ausfüllen und Kostenvoranschlag bzw. Angebot hochladen (max. 9 Anlagen).
  3. PIN-Code anfordern; dieser wird an die angegebene E-Mail-Adresse versandt. Diesen PIN-Code tragen Sie bitte in das vorgesehene Feld ein. Beachten Sie die Groß- und Kleinschreibung (Anzeige im html-Format!).
  4. Bestätigung der wahrheitsgemäßen Angaben. Danach wird eine E-Mail zur Bestätigung versandt.
  5. Nach Ablauf der Antragseinreichungsfrist wird die Bewilligungsbehörde unter Berücksichtigung aller fristgerecht und vollständig eingereichten Anträge ein Ranking nach Leistungskategorie und Höhe der Förderung sowie nach regionaler Verteilung je Regierungsbezirk bilden.
  6. Nach Erhalt des Zuwendungsbescheides können Sie Ihre Maßnahme beginnen.
  7. Nach Abschluss der Maßnahme, Vorlage der Unterlagen (elektronisch) und positiver Prüfung wird die Zuwendung ausgezahlt.

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Wann kann ein Förderantrag gestellt werden?

Die Antragstellung ist in der Zeit vom 2. Mai 2022, 12:00 Uhr, bis zum 30. Juni 2022, 23:59 Uhr, möglich.

Es wird darauf hingewiesen, dass mit der Maßnahme erst begonnen werden darf, wenn über den Förderantrag entschieden ist.

Wo kann der Antrag eingereicht werden?

Die Antragstellung ist nur über das elektronische Antragsformular möglich:

Zum Antragsformular

Was sind die rechtlichen Grundlagen?

Erster Aufruf zur Antragseinreichung vom 02.05.2022 gemäß der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zum Ausbau von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Nordrhein-Westfalen des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zum Ausbau von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Nordrhein-Westfalen; Runderlass des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie vom 21. April 2022