Bezirksregierung
Arnsberg
Abteilungsdirektor Thomas Sommer (2.v.l.) bei der Übergabe des Förderbescheids an Olaf Stelse, Bürgermeister von Kierspe (links).
17.03.2026
Förderbescheid

Kierspe erhält Fördermittel für Rathaussanierung

Die Stadt Kierspe hat sich 2025 um Fördermittel für die energetische Sanierung des Rathauses im Rahmen des EFRE-Programms „Energieeffiziente Öffentliche Gebäude“ des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen beworben. Ziel der Fördermaßnahme ist es, durch die energetische Sanierung von öffentlichen Gebäuden, den Primärenergiebedarf der sanierten Gebäude um mindestens 50 Prozent gegenüber dem Ist-Zustand zu senken. 

Am Montag, 16. März 2026, konnte Bürgermeister Olaf Stelse den positiven Förderbescheid von Thomas Sommer, Leiter der Abteilung für Regionale Entwicklung, Kommunalaufsicht und Wirtschaft der Bezirksregierung Arnsberg, entgegennehmen. Die Förderung beläuft sich auf rund 1.721.550 Euro. 

Das heutige Rathaus der Stadt Kierspe am Springerweg wurde 1986 erbaut. Nach 40 Jahren entspricht sowohl der Energiebedarf des Gebäudes als auch in weiten Teilen die Gebäudetechnik nicht mehr den Anforderungen an ein zeitgemäßes Verwaltungsgebäude. Nach den Berechnungen des im Rahmen der Antragstellung beauftragten Architekturbüros kann durch die vorgesehenen Maßnahmen der Jahresprimärenergiebedarf um etwa 63 Prozent signifikant gesenkt werden. Hierdurch lassen sich zukünftig jährlich fast 90 Tonnen Kohlendioxid einsparen. 

Ohne das Förderprogramm und die damit einhergehende Bezuschussung wäre die vorgesehene Sanierung bei der angespannten Lage des städtischen Haushalts absehbar nicht möglich. Die geplanten und bewilligten Maßnahmen umfassen eine grundlegende Sanierung der Gebäudesubstanz durch eine systematische Dämmung aller Bauteile der thermisch wirksamen Gebäudehülle inklusive der Bodenplatte, neuer Fenster und Türen sowie die Umstellung der Heizungsanlage von Gas auf eine Wärmepumpe. Flankierend zu diesen Maßnahmen werden grundlegende Sanierungen aller Räumlichkeiten inklusive Kabel und Leitungen durchgeführt und auf den heutigen Stand der Technik gebracht und somit für die kommenden Jahrzehnte zukunftsfähig gemacht. Die Dauer der reinen Bauarbeiten wird auf einen Zeitraum von zwei Jahren geschätzt. Beginnen sollen die Arbeiten im Frühjahr 2027. 

Mit der Übergabe des Förderbescheides können nunmehr konkrete Planungen zur baulichen Umsetzung beginnen. Finale Voraussetzung ist noch ein Beschluss des Rates der Stadt.