Bergbaugeschichte sichtbar gemacht
Regierungspräsident Heinrich Böckelühr beschrieb dabei die große Bedeutung der Bergverwaltung für das gesamt Land NRW, die in dem markanten Gebäude bis heute sichtbar werde.
„Seine Architektur verbindet Funktionalität mit Würde. Es sollte die Bedeutung der Bergbehörde sichtbar machen und Vertrauen ausstrahlen sowie zugleich den Respekt vor der harten Arbeit der Bergleute verkörpern“. Er betonte gleichzeitig, dass die Bergbehörde nach dem Endes Bergbaus neue zentrale Aufgaben im Energiebereich übernimmt und die Mitarbeitenden damit in dem alten, Denkmal geschützten Gebäude zukunftsgerichtete Arbeit verrichten.
„Ein Denkmal lebt nicht allein von seiner Vergangenheit. Es lebt davon, dass wir ihm in der Gegenwart Bedeutung geben. Dieses Haus ist kein Museum, es ist Arbeitsplatz, Zukunftswerkstatt und Symbol für die Verbindung von Tradition und Fortschritt. So wurde aus dem Landesoberbergamt die Abteilung Bergbau und Energie in NRW, wahrgenommen durch die Bezirksregierung Arnsberg. Spannenende und für die Energiepolitik des Landes wichtige Aufgaben sind dazu gekommen.“
Am Sonntag, 14. September nutzen rund 1500 Gäste die Möglichkeit, bei einem Besuch die Atmosphäre des historischen Gebäudes mit seiner repräsentativen Fassade und dem großzügigen Treppenhaus kennen zu lernen. Neben einer Multivisionsschau zur Geschichte und mehreren multimedialen Stationen konnten sich Besucherinnen und Besucher im Rahmen einer ca. 30-minütigen Führung einen Eindruck vom Gebäude machen. Insgesamt wurden im Laufe des Tages 16 Gruppen durch das Haus geführt. Des Weiteren stellten sich die verschiedenen Besucherbergwerke und- höhlen in Nordrhein-Westfalen vor. Für Kinder waren Aktionen wie eine Schatzsuche, ein Knappenbrief oder eine Golddukatensuche vorbereitet. Alle Angebote wurden von den Gästen intensiv angenommen. Viele Gäste zeigten sich begeistert von der Präsentation des Gebäudes und den angebotenen Informationen. Sie bedankten sich in zahlreichen Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bezirksregierung, die an der Vorbereitung und Durchführung mitgewirkt haben.
Das Gebäude in Dortmunds Kaiserviertel wurde 1910 im für diese Zeit typischen wilhelminischen Stil erbaut. Die stuckverzierten Decken, der restaurierte Uhrenturm und die Eingangstüren aus Bronze sind Beispiele für die auffälligen Merkmale des Bauwerkes. Teile des Dienstgebäudes wurden während des Zweiten Weltkriegs erheblich beschädigt oder sogar zerstört. Sie wurden deshalb entweder nach Originalplänen rekonstruiert oder an die Ansprüche einer modernen Verwaltung angepasst.