Bezirksregierung
Arnsberg
20.02.2026
Umweltschutz bei Lippstadt

Bezirksregierung geht mit Nistkästen gegen Schädlinge vor

Die Bezirksregierung Arnsberg setzt sich gegen Eichenprozessionsspinner ein. Im Februar haben Dirk Tornede und Laura Radtke 25 Nistkästen in der Lippeaue bei Lippstadt angebracht. Die Mitarbeitenden des Dezernats für Wasserwirtschaft der Bezirksregierung Arnsberg gehen so auf natürlichem Wege gegen die schädlichen Eichenprozessionsspinner vor.  Mit dem Aufhängen von Nistkästen kann der Bestand der Blaumeise gefördert werden. Im Frühjahr verfüttern die Elterntiere die Raupen der Schädlinge an die hungrigen Jungvögel.

„Durch die Klimaerwärmung breitet sich auch im Regierungsbezirk Arnsberg der Eichenprozessionsspinner immer stärker aus. Eine übermäßige Population stellt jedoch ein Problem für die Natur da: Fressen die Raupen zu oft die Blätter der Eichen, kann das den Baum schädigen und auch große Bäume in wenigen Jahren absterben lassen,“ zeigt Dirk Tornede einen Teil der Problematik auf. Zusätzlich sind die Brennhaare der Raupen für Menschen gefährlich, denn direkter Kontakt kann zu Hautreizungen führen. Des Weiteren kann das Einatmen der Brennhaare zu schmerzhaftem Husten oder sogar Asthma führen. Besonders an Wegen und Orten, an denen sich Menschen regelmäßig aufhalten, besteht daher Handlungsbedarf. 

Bei der Schädlingsbekämpfung gibt es unterschiedliche Methoden. Zum einen können die Nester der Eichenprozessionsspinner regelmäßig abgesaugt oder Gift gespritzt werden. Zum anderen können die natürlichen Fressfeinde der Raupen eingesetzt werden. Laura Radtke erklärt: „Ziel dieses Ansatzes ist es, das gestörte Gleichgewicht zwischen den einzelnen Arten der Nahrungskette wieder herzustellen, damit Schädlinge nicht Überhand nehmen. Auf diese Weise kann der Eichenprozessionsspinner auf natürlichem Wege bekämpft werden.“ Außerdem sollen dadurch zukünftig auch Ausgaben für das Absaugen der Gespinste des Eichenprozessionsspinners eingespart werden können.

Als größter Flächeneigentümer in der Lippeaue westlich und östlich von Lippstadt hat das Land Nordrhein-Westfalen eine besondere Verantwortung zur Lösung des Problems beizutragen. An vielen Eichen hängen daher nun die Nistkästen, damit ein unbeschwerter Aufenthalt in der Natur möglich ist und die Lippeaue nach der umfangreichen Renaturierung der Lippe erlebt und entdeckt werden kann.