Wilnsdorf saniert Turnhalle mit Fördermitteln
„Das ist die größte Fördersumme, die die Gemeinde Wilnsdorf in den vergangenen Jahren eingeworben hat“, berichtete Bürgermeister Hannes Gieseler bei der Übergabe. „Dass die Mittel in unseren Vereins- und Schulsport fließen, freut mich besonders. Hier findet Bildung statt, hier findet Gemeinschaft statt. Besser können Fördermittel nicht angelegt werden“.
Die Dreifachturnhalle wurde 1976 gebaut und ist dementsprechend in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Die Sportstätte wird regelmäßig von den rund 820 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Wilnsdorf sowie acht Vereinen genutzt. Hinzu kommen zahlreiche Einzelveranstaltungen. „Die Dreifachturnhalle ist unsere wichtigste Sportstätte. Dennoch wäre eine umfangreiche Sanierung ohne die Förderung nicht möglich gewesen“, betonte Hannes Gieseler. Der Zuschuss stammt aus dem Programm „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) – Energieeffiziente öffentliche Gebäude“ des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union. Insgesamt kostet die Komplettsanierung der Sporthalle rund 5,2 Millionen Euro. Abzüglich der Förderung verbleibt ein kommunaler Eigenanteil von etwa einer Million Euro.
Vorgesehen ist eine umfassende Sanierung des gesamten Gebäudes, unter anderem mit neuer Fassadendämmung, neuen Fenstern und Außentüren, moderner Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung, erneuerten Böden sowie einer neuen Heizungsanlage auf Basis von Wärmepumpentechnik. Gleichzeitig werden auch die Sanitärbereiche, Elektroinstallationen und sicherheitstechnische Anlagen erneuert, zudem entstehen barrierefreie WCs, Duschen und ein Fahrstuhl.
„Mit der Förderung aus dem EFRE-Programm unterstützen wir Kommunen dabei, ihre öffentlichen Gebäude energieeffizient und zukunftsfähig zu machen“, erklärte Abteilungsleiter Thomas Sommer von der Bezirksregierung Arnsberg. „Die geplante Sanierung der Dreifachturnhalle in Wilnsdorf verbindet Klimaschutz, moderne Infrastruktur und gute Bedingungen für Schule und Vereinssport. Das ist ein Projekt mit großer Wirkung für viele Menschen vor Ort.“
Der Rat der Gemeinde Wilnsdorf hatte die Umsetzung der Maßnahme mit großer Mehrheit beschlossen, nachdem ein Kostenvergleich gezeigt hatte, dass selbst die Behebung der dringendsten Mängel rund eine Million Euro gekostet hätte. Mit dem Förderprogramm ist nun deutlich mehr möglich.
Der Baustart ist frühestens für Herbst 2026 vorgesehen, die Arbeiten sollen voraussichtlich 2028 abgeschlossen sein. Um den Schul- und Vereinssport möglichst wenig einzuschränken, wird ein besonderes Baukonzept umgesetzt: Arbeiten in der eigentlichen Sporthalle finden ausschließlich während der Sommerferien statt. So können Schule und Vereine die Halle während des restlichen Jahres weiterhin nutzen. Die Sanierung der Nebenräume und technischen Anlagen geschieht außerhalb der Ferienzeiten. Für diesen Zeitraum werden Sanitärcontainer im Außenbereich aufgestellt, damit Umkleiden und sanitäre Einrichtungen weiterhin zur Verfügung stehen. „Unser Ziel ist klar: Wir modernisieren diese wichtige Sportstätte grundlegend, und sorgen gleichzeitig dafür, dass der Sportbetrieb so wenig wie möglich eingeschränkt wird“, sagte Bürgermeister Hannes Gieseler.