COPSOQ – Befragung der Lehrkräfte zu psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz
Der COPSOQ-Fragebogen (Copenhagen Psychosozial Questionaire) ist ein wissenschaftlich validierter Fragebogen zur Erfassung der psychosozialen Belastungen und Beanspruchungen bei der Arbeit.
Mit Hilfe des COPSOQ-Fragebogens wird im Zeitraum vom 02.11.2026 bis zum 30.11.2026 an allen öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Arnsberg die dritte Befragung zur psychosozialen Belastung von Lehrkräften durchgeführt.
Das Ministerium für Schule und Bildung (MSB), die Hauptpersonalräte aller Schulformen und die Hauptvertrauenspersonen der Schwerbehinderten hatten sich hinsichtlich des Verfahrens zur Beurteilung der psychosozialen Faktoren auf diesen standardisierten Fragebogen geeinigt.
Die Freiburger Forschungsstelle für Arbeitswissenschaften (FFAW) wurde vom MSB beauftragt, die Befragung in NRW durchzuführen.
Das Verfahren
Das Verfahren dient der Erhebung der psychosozialen Belastungen und Beanspruchungen von Lehrkräften im Rahmen der personenbezogenen Gefährdungsbeurteilung. Erfasst werden die Bereiche der Anforderungen (zum Beispiel quantitative und emotionale), Einfluss und Entwicklungsmöglichkeiten, soziale Beziehungen und Führung, Belastungsfolgen (zum Beispiel Arbeitszufriedenheit, Burnout, Kognitiver Stress), Schulspezifika (zum Beispiel Störungen im Unterricht, Lärm und Stimmbelastungen) sowie weitere Aspekte wie Vertrauen, Gerechtigkeit und Arbeitsplatzsicherheit.
Der nach Beendigung der Befragung versendete anonymisierte Schulbericht zeigt die Durchschnittswerte des Kollegiums im Vergleich zu anderen Schulen und Berufsgruppen. Diese Ergebnisse bilden die Basis für die Beurteilung der Arbeitssituation der einzelnen Schule und für gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen im Sinne eines gesundheitserhaltenden und gesundheitsförderlichen Arbeitens.
In dem abschließenden Gesamtbericht werden die Durchschnittswerte aller befragten Lehrkräfte des Regierungsbezirks unter soziodemografischen Aspekten miteinander verglichen. So wird zum Beispiel analysiert, ob einzelne Belastungen und Beanspruchungen älterer Lehrkräfte sich gegenüber denen von jüngeren unterscheiden oder ob es unterschiedliche Werte im Vergleich von Männern und Frauen oder Gymnasial- und Grundschullehrkräften gibt.