Außerschulische Bildungs- u. Betreuungsangebote an berufsbildenden Schulen

Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen hat zum Ausgleich der individuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Schülerinnen und Schüler mit dem Programm „Extra-Zeit zum Lernen“ für außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote Mittel in Höhe von insgesamt 36 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit außerschulischen Bildungs- und Betreuungsangeboten für Schüler*innen an berufsbildenden Schulen, an allgemeinbildenden Schulen und für Schüler*innen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und intensivpädagogischem Förderbedarf gemäß § 15 AO-SF wird eine Vielzahl von Angeboten zur Unterstützung der Schüle*rinnen in der Pandemie und darüber hinaus ermöglicht. Ab dem 1. März bis zum 9. August 2022 (Ende der Sommerferien) werden dort, wo Bedarf besteht, Maßnahmen nach dem Unterricht, an Wochenenden und in den Ferien angeboten.

Wer kann einen Antrag auf Förderung stellen?

Antragsberechtigt sind Gemeinden und Gemeindeverbände, Träger genehmigter Ersatzschulen, AZAV zertifizierte Träger sowie Hochschulen mit Körperschaftsstatus gem. §§ 2 Abs. 1 i. V. m. 1 Abs. 2 des Hochschulgesetztes und des Kunsthochschulgesetzes.

Was wird gefördert?

Gefördert werden außerschulische in der Regel bildungsspezifische Gruppenlernangebote an allgemeinen Berufskollegs und Berufskollegs als Förderschulen für Schüler*innen.

Wie viel Förderung gibt es?

Der Fördersatz beträgt 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Mindestens 20 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben sind als Eigenanteil zu erbringen. Zuwendungsfähige Gesamtausgaben sind die für die Durchführung der Maßnahme entstehenden Personal- und Sachausgaben in Höhe von maximal 455 Euro pro Gruppe pro Tag (á 6 Zeitstunden).

Unter welchen Voraussetzungen wird gefördert? Was sind die Kriterien?

Die Gruppenlernangebote werden als außerschulische Maßnahme an Schulen, außerschulischen Lernorten oder anderen für die Durchführung von außerschulischen Gruppenlernangeboten geeigneten Orten für Schüler*innen der berufsbildenden Schulen durchgeführt. Die Lerngruppen bestehen aus 6 bis 12 Teilnehmenden und werden pro Gruppe von je einer Person betreut. Die Angebote finden an mindestens einem Tag mit 6 Zeitstunden statt. Angebote an Wochenenden sind möglich.

Wie läuft das Förderverfahren ab?

Vorzulegen ist das vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen erstellte Antragsformular.

Wann kann ein Förderantrag gestellt werden?

Ein Antrag kann ab dem 01. März 2021 gestellt werden.

Wo kann der Antrag eingereicht werden?

Der Antrag ist beim Dezernat 48 der zuständigen Bezirksregierung zu stellen.

Was sind die rechtlichen Grundlagen?

Die Förderung erfolgt auf der Grundlage der LHO.

Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung – 311-6.08.06.12.01-158887- vom 01. März 2021 „Richtlinie über die Förderung von außerschulischen Bildungs- und Betreuungsangeboten in Coronazeiten zur Reduzierung pandemiebedingter Benachteiligungen durch Gruppenlernangeboten für Schülerinnen und Schüler von berufsbildenden Schulen“