Individuelle Betreuungsangebote für Schüler*innen mit Unterstützungsbedarf

Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen hat zum Ausgleich der individuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Schüler*innen mit dem Programm „Extra-Zeit zum Lernen“ für außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote Mittel in Höhe von insgesamt 36 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit außerschulischen Bildungs- und Betreuungsangeboten für Schüler*innen an berufsbildenden Schulen, an allgemeinbildenden Schulen und für Schüler*innen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und intensivpädagogischem Förderbedarf gemäß § 15 AO-SF wird eine Vielzahl von Angeboten zur Unterstützung der Schüler*innen in der Pandemie und darüber hinaus ermöglicht. Ab dem 1. März bis zum 9. August 2022 (Ende der Sommerferien) werden dort, wo Bedarf besteht, Maßnahmen nach dem Unterricht, an Wochenenden und in den Ferien angeboten.

Wer kann einen Antrag auf Förderung stellen?

Antragsberechtigt sind Träger von Schulbegleitungsmaßnahmen sowie Hochschulen mit Körperschaftsstatus gem. §§ 2 Abs. 1 i. V. m. 1 Abs. 2 des Hochschulgesetztes und des Kunsthochschulgesetzes.

Was wird gefördert?

Gefördert werden individuelle Bildungs- und Betreuungsangebote für Schüler*innen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und intensivpädagogischem Unterstützungsbedarf gem. § 15 AO-SF.

Unter welchen Voraussetzungen wird gefördert? Was sind die Kriterien?

Die Angebote für Schüler*innen, für die ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und ein Bedarf an intensivpädagogischem Förderbedarf gemäß § 15 AO-SF festgestellt wurde, finden in der Regel im häuslichen Umfeld der Schüler*innen statt. Der Bedarf ist durch eine Bescheinigung der Schule (Anlage) nachzuweisen. Die Individualbetreuung wird durch eine Person pro Schüler*in durchgeführt und findet an mindestens einem Tag in der Regel für sechs Zeitstunden statt. In begründeten Fällen ist eine Anpassung der täglichen Betreuungsdauer möglich. Angebote an Wochenenden sind möglich.

Wie läuft das Förderverfahren ab?

Vorzulegen ist das vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen erstellte Antragsformular und eine Bescheinigung der Schule zum sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf bzw. einem intensivpädagogischen Förderbedarf gemäß § 15 AO-SF (Anlage).

Wann kann ein Förderantrag gestellt werden?

Ein Antrag kann ab dem 01. März 2021 gestellt werden.

Wo kann der Antrag eingereicht werden?

Der Antrag ist beim Dezernat 48 der zuständigen Bezirksregierung zu stellen.

Was sind die rechtlichen Grundlagen?

Die Förderung erfolgt auf der Grundlage der LHO.

Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung – 512-6.03.17.04-157968- vom 01. März 2021 „Richtlinie über die Förderung von außerschulischen Bildungs- und Betreuungsangeboten in Coronazeiten zur Reduzierung pandemiebedingter Benachteiligungen durch individuelle Betreuungsangebote für Schüler und Schülerinnen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und intensivpädagogischem Förderbedarf gemäß § 15 AO-SF“