Landesprogramm "Kultur und Schule"

Direktes Erleben, künstlerische Aktivität und kulturelle Bildung sind wichtig für die Entwicklung junger Menschen: für eine differenzierte Wahrnehmung, das Ausdrucksvermögen, die Ausbildung einer ästhetischen Intelligenz und die Gestaltung des eigenen Lebens.

Nordrhein-Westfalen zeichnet sich durch eine vielfältige Kulturlandschaft aus. Es gibt viele Künstler*innen und Orte, die dazu einladen, Kunst und Kultur hautnah zu erleben. Hier setzt das Landesprogramm „Kultur und Schule“ an. Es sind alle Kultursparten willkommen: Theater, Literatur, bildende Kunst, Musik, Tanz, Film oder neue Medien. Die Projekte ergänzen das schulische Lernen. Sie ermöglichen den Kindern und Jugendlichen die Begegnung mit Kunst und Kultur – unabhängig vom familiären Hintergrund und Wohnumfeld.

Das Landesprogramm „Kultur und Schule“ wendet sich sowohl an Kulturschaffende als auch an Kulturinstitute und Einrichtungen der künstlerisch-kulturellen Bildung. Sie sind aufgefordert, Projektvorschläge zu entwickeln, die die Kreativität der Kinder fördern und das schulische Lernen ergänzen. Eingereicht werden die Konzepte bei den jeweiligen Kulturämtern, die den Bezirksregierungen dann geeignete Projekte vorschlagen.

Die Firma GEBIT in Münster evaluiert das Programm und leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätsentwicklung.

Wer kann einen Antrag auf Förderung stellen?

Antragsberechtigt sind kreisfreie Städte, Kreise und Träger*innen genehmigter Ersatzschulen.

Was wird gefördert?

Künstler*innen sowie Kunstpädagog*innen mit Projekten aus allen Sparten der Kultur: Theater, Literatur, bildende Kunst, Musik, Tanz, Film und neue Medien.

Wie viel Förderung gibt es?

Der Fördersatz beträgt 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Der Höchstbetrag der anerkennungsfähigen und zuwendungsfähigen Ausgaben beträgt pro künstlerischem Projekt 3.375 Euro. Die Förderung von 2.770 Euro erfolgt als Festbetragsfinanzierung.

Was sind die Kriterien? Unter welchen Voraussetzungen wird gefördert?

Die Finanzierung des Eigenanteils von 675 Euro muss gewährleistet sein.

Die teilnehmenden Künstler*innen verpflichten sich, an vier eintägigen Seminaren teilzunehmen, die von Fachinstitutionen veranstaltet werden. Hier bekommen sie Informationen über die Arbeitsbedingungen im schulischen Alltag und Unterstützung bei der Entwicklung konkreter Umsetzungsmöglichkeiten für ihre Projekte.

Nach dem Besuch gehören die Teilnehmenden zu einem Künstler*innenpool, der Schulen für die Suche nach geeigneten Kunstschaffenden zur Verfügung steht.

Die außerunterrichtlich durchzuführenden Projekte sollen in der Regel 40 Einheiten à 90 Minuten über das ganze Schuljahr verteilt umfassen.

Weitere Kriterien enthält die im Bereich Downloads zu findende Richtlinie zum Landesprogramm „Kultur und Schule“.

Wie läuft das Förderverfahren ab?

Für Schulen in öffentlicher Trägerschaft gilt:

Das Projektdatenblatt wird über den*die Schulträger*in bei der zuständigen kreisfreien Stadt oder dem Kreis eingereicht. Aus den eingereichten Projekten wählt eine unabhängige Jury auf kommunaler oder Kreisebene geeignete, förderfähige Projekte aus. Danach stellen die kreisfreien Städte und Kreise für die ausgewählten Projekte einen Antrag auf Förderung bei der Bezirksregierung Arnsberg.

Für Träger*innen genehmigter Ersatzschulen und Antragstellende für Sonderprojekte gilt:

Das Projektdatenblatt und der Förderantrag sind bei der Bezirksregierung Arnsberg einzureichen. Aus den eingereichten Projekten wählt eine unabhängige Jury für ganz Nordrhein-Westfalen geeignete, förderfähige Projekte aus.

Wann kann ein Förderantrag gestellt werden?

Anträge können bis zum 31. März des Jahres eingereicht werden.

Wo kann der Antrag eingereicht werden?

Abhängig von der Trägerschaft der Schule reichen

  • Schulen in öffentlicher Trägerschaft das von der*dem Künstler*in oder Kunstpädagog*in und der Schulleitung unterschriebene Projektdatenblatt bei den zuständigen kreisfreien Städten oder Kreisen ein,
  • Träger*innen genehmigter Ersatzschulen und Antragstellende für Sonderprojekte reichen das unterschriebene Projektdatenblatt und den Antrag bei der Bezirksregierung Arnsberg, Dezernat 48 „Kunst und Kultur“, Laurentiusstr. 1, 59821 Arnsberg ein.

Ab sofort können Anträge auch in elektronischer Form gestellt werden:

Fördernehmercockpit