Es sind drei Personen. Zwei Erwachsene und ein Kind. Die Erwachsenen halten das Kind an den Händen. Die Erwachsenen sind in Rückansicht. Das Kind dreht sich zur Kamera. Das Kind hat einen Ranzen auf und freut sich.

Rucksack Schule

Sprachliche Bildung beginnt in der Familie und wird auf dem weiteren Bildungsweg fortgeführt. Diesem Grundsatz folgend unterstützt das von der Landesstelle Schulische Integration (LaSI) im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen koordinierte Programm Rucksack Schule Kinder und Eltern mit und ohne internationaler Familiengeschichte sowie Grundschulen. Entlang der Bildungsbiografie des Kindes versteht sich Rucksack Schule als Fortsetzung der Programme „Griffbereit“ und „Rucksack KiTa“.

Welche Überlegungen stehen hinter dem Programm?

Das Programm basiert auf der sprachwissenschaftlichen Erkenntnis, dass für einen guten Erwerb der deutschen Sprache und jeder weiteren Fremdsprache solide Kompetenzen in den Herkunfts-/Familiensprachen unterstützend wirken. Daher greift Rucksack Schule die Mehrsprachigkeit als Potenzial der Kinder und der Familien auf und sieht sie als wichtige Ressource an. In der Umsetzung bedeutet dies, dass Unterrichtsinhalte sprachsensibel für Kinder und ihre Eltern in der deutschen Bildungssprache und in der jeweiligen Herkunftssprache zeitlich und inhaltlich parallel im Rahmen des Klassenunterrichts, des Herkunftssprachlichen Unterrichts (HSU) und der Elternbildung vermittelt werden.

Rucksack Schule ist strategisch mit dem Landesprogramm „Grundschulbildung stärken durch HSU – Mehrsprachigkeit unterstützt den Bildungserfolg der Kinder“ verknüpft und stellt somit einen wichtigen Baustein zur Umsetzung des Landesprogramms dar. 

Ziele von Rucksack Schule:

  • Durchgängige Sprachbildung, Förderung der Mehrsprachigkeit und Stärkung bildungssprachlicher Kompetenzen
  • Einbindung der Eltern/Familien als Bildungspartner und Förderung der Bildungs- und Erziehungspartnerschaften
  • Migrationssensible und diversitätsbewusste Unterrichts- und Schulentwicklung

Welche Rolle hat die LaSI in diesem Programm?

Der LaSI obliegt die Landeskoordination des Programms in allen Kommunalen Integrationszentren (KI) in Nordrhein-Westfalen. Sie steuert, begleitet, berät, unterstützt und vernetzt die Kommunalen Integrationszentren, die das Programm vor Ort umsetzen. Sie bietet regelmäßig die Möglichkeit zum Austausch der KI untereinander und stellt das begleitende Material zur Verfügung.

Die LaSI koordiniert aktuell den Weiterentwicklungsprozess des Programms. Das gesamte Programm-Material wird von der LaSI unter strukturierter Einbeziehung der Expertise von der Fachwissenschaft (Bergische Universität Wuppertal, Institut für Bildungsforschung, Arbeitsbereich Mehrsprachigkeit in der Schule) sowie weiteren externen Partnerinnen und Partnern überarbeitet und weiterentwickelt. Gefördert wird die Neuentwicklung des Programms Rucksack Schule von der Auridis Stiftung gGmbH.