Vast vasteste - Hand in Hand in NRW

Hände von Menschen, die Handgelenke voneinander halten, um einen Kreis zu bilden

Vast vasteste - Hand in Hand in NRW

Worum geht es im Programm „Vast Vasteste – Hand in Hand in NRW“?

In diversen Kommunen und Kreisen Nordrhein-Westfalens ist seit einigen Jahren eine deutliche Zunahme der Zuwanderung von Familien aus Südosteuropa zu beobachten. Die mangelnden gesellschaftlichen Teilhabeerfahrungen dieser Familien münden nicht selten in schwierigen schulischen Situationen der schulpflichtigen Kinder.

Die Kommunen, in denen diese Familien leben, stehen damit oftmals vor sehr komplexen und vielfältigen (schulischen) Aufgaben.

Um dieser Situation angemessen begegnen zu können, hat das Ministerium für Schule und Bildung NRW im Rahmen des Masterplans Grundschule zu Beginn des Schuljahres 2021/22 das Programm „Vast vasteste – Hand in Hand in NRW“ ins Leben gerufen und die Landeskoordination des Programms in der Landesstelle Schulische Integration (LaSI) verortet.

Ziel des Programms „Vast vasteste – Hand in Hand in NRW“ ist es,

  • in den teilnehmenden Kommunen den Ansatz der Schulmediation in den beteiligten Grundschulen zu verankern und
  • durch Schulentwicklung in diesen Grundschulen eine bessere Teilhabemöglichkeit der zugewanderten Kinder mit Roma-Hintergrund und deren Familien zu erreichen. 

Wie ist das Programm aufgebaut?

Schaubild zur Schulmediation für neu zugewanderte Kinder aus Südosteuropa und Kinder in vergleichbaren Lebenslagen im Rahmen des Masterplans Grundschule

An den Schulen des Landesprogramms sollen durch Schulentwicklungsprozesse nachhaltige Beratungs- und Unterstützungsstrukturen entstehen, an denen auch kommunale Beratungs- und Unterstützungsstrukturen andocken können.

Hierzu werden seitens des Schulministeriums Stellenanteile an den teilnehmenden Grundschulen bereitgestellt.

Die entsprechenden Lehrkräfte erarbeiten dann unter Beteiligung von Mediator*innen an ihrer Schule Konzepte, die eine Zusammenarbeit mit den Eltern aus den zugewanderten Familien auf niederschwelligem Zugangsniveau ermöglichen.

Die Mediatorinnen und Mediatoren werden für das Landesprogramm „Vast vasteste – Hand in Hand in NRW“ von der Kommune eingestellt und geschult und bilden die Brücke von der Schule in die Familien der Roma- Community hinein und umgekehrt.

Ziel des Programmes ist neben der Schulentwicklung an den teilnehmenden Grundschulen die schulische und sozialräumliche Förderung von neu zugewanderten Kindern aus Südosteuropa und Kindern in vergleichbaren Lebenslagen sowie die Verbesserung der sozialen und schulischen Teilhabe dieser Schüler*innen.

Welche Rolle hat die LaSI diesem Programm?

Die Landeskoordination des Projektes „Vast vasteste – Hand in Hand in NRW“ berät und begleitet die teilnehmenden Kommunen und Schulen bei der Umsetzung und Etablierung lokaler Steuerungsstrukturen. Sie sichert die Qualität des landesweiten Schulmediationsansatzes durch Rahmenvorgaben, Sicherstellung eines Informations- und Erfahrungsaustausches sowie einer Vernetzung auf überregionaler Ebene.