Ziele und Arbeitsschwerpunkte der Landesstelle Schulische Integration

Zusammengesetztes Bild von männlichen und weiblichen Gesichtern lokalisiert auf farbigem Neonhintergrund. Konzept der Gleichheit, Vereinigung aller Nationen, Altersgruppen und Interessen. Multiethnische Models. Jugendkultur

Ziele und Arbeitsschwerpunkte der Landesstelle Schulische Integration

Integration wird in Nordrhein-Westfalen als ein „dynamischer, langfristiger und anhaltender Prozess des gegenseitigen Entgegenkommens und Zusammenwirkens aller im Land lebenden Menschen“ verstanden (vgl. Präambel des aktuellen Teilhabe- und Integrationsgesetz NRW). Im Schulsystem und anderen Bildungseinrichtungen arbeiten viele Personen intensiv daran, den Bereich „Integration durch Bildung“ in diesem Sinne zu gestalten.

Die Landesstelle Schulische Integration (LaSI) ist im April 2021 durch das Ministerium für Schule und Bildung NRW eingerichtet worden, um

  • diese Personen und ihre jeweils professionsbezogenen Sichtweisen auf das gemeinsame Thema zu vernetzen,
  • für einen Austausch zu sorgen und
  • in Kooperation mit Wissenschaft und Forschung neue Wege und Strategien für einen gelingenden Integrationsprozess zu entwickeln.

Auf diese Weise trägt die LaSI zu einer Stärkung des Bereichs „Integration durch Bildung“ bei. Sie fördert bestehende Angebote und Aktivitäten in Bezug auf die schulische Integration und gestaltet bedarfsbezogen innovative Zugänge zum Schulsystem für eingewanderte Kinder und Jugendliche mit ihren Familien sowie für eingewanderte Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte.

Weiterhin leistet die LaSI eine systemisch ausgerichtete Unterstützung zu dem wichtigen Bereich der Teilhabe von Schüler*innen mit internationaler Familiengeschichte. Hiermit soll auch eine diversitätsorientierte Schulentwicklung gestärkt werden.

Die Mitarbeitenden der LaSI stehen für Beratungsanfragen zur Verfügung. Sie streben hierbei zum einen an, die Perspektive einer pluralen Gesellschaft regelmäßig in die Gestaltung schulfachlicher Belange einfließen zu lassen. Zum anderen agiert die LaSI in Beratungssituationen auch im Sinne einer „Schaltstelle“, durch die das Beratungsanliegen an die jeweils zuständigen Ansprechpersonen im Schulsystem weitergeleitet wird.

Schwerpunkte der Arbeit der LaSI

Im Rahmen der Entwicklung schulischer Integrationskonzepte bietet die LaSI systemische Unterstützung für Schulen und Bildungseinrichtungen, insbesondere im Blick auf deren Arbeit mit den Landesprogrammen des Ministeriums für Schule und Bildung NRW.

Dies kommt zum Ausdruck in:

  • der Erstellung von Materialien für Schüler*innen, Lehrkräfte, Eltern, …,
  • der nachhaltigen Begleitung von Schulen hinsichtlich einer Durchgängigen Sprach(en)bildung, Lese- und Schreibförderung in Form von Netzwerken
  • der Qualifizierung beteiligter Personen
  • der Entwicklung und Durchführung von Bildungsangebote
  • der Begleitung im Blick auf diversitätsorientierte Schulentwicklungsprozesse und
  • der aktiven Förderung des Einbezugs von Mehrsprachigkeit in Lehr- und Lernprozessen.

Die Mitglieder der LaSI unterstützen hierdurch – auch in Kooperation mit Lehrkräften in den Kommunalen Integrationszentren – die beteiligten Schulen und Bildungseinrichtungen maßgeblich bei der Gestaltung der folgenden Bestandteile schulischer Integration:

  1. Erwerb bildungssprachlicher Kompetenzen und Stärkung mehrsprachiger Kompetenzen von Schüler*innen, u.a. im Rahmen

     

  2. „Ankommen in Schulen“ und „Migrationssensible Gestaltung des Übergangs „Schule –Beruf“

     

  3. Verbesserung der sozialen und schulischen Teilhabe von Schüler*innen, u.a. im Rahmen

     

  4. Förderung persönlicher Kompetenzen von Jugendlichen mit einer Einwanderungsgeschichte, u.a. durch

     

  5. Stärkung der diversitätsorientierten Kompetenz von Lehramtsstudierenden, Lehrkräften und weiteren pädagogischen Mitarbeitenden, u.a. durch

     

Die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften in den kommunalen Integrationszentren

Die Lehrkräfte in den 54 Kommunalen Integrationszentren (KI) in NRW leisten einen wichtigen Beitrag dazu:

  • Kinder und Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte bei der Gestaltung ihrer Bildungsbiographie zu beraten und zu begleiten,
  • die Sichtweisen dieser Schüler*innen und ihrer Eltern in den kommunalen Strukturen zur Sprache zu bringen sowie
  • Schulen bei migrationspädagogischen Schulentwicklungsprozessen zu beraten.

In diesem Zusammenhang stellt die LaSI einen regelmäßigen Austausch zu inhaltlichen und organisatorischen Fragen der ca. 250 Lehrkräfte in den KIs sicher. Weiterhin bereiten die Mitarbeitenden der LaSI aktuelle Bedarfe und Impulse für die Lehrkräfte thematisch auf und begleiten diese bei der Umsetzung von Landesprogrammen.

Zahlen - Daten - Fakten

Die LaSI hat ihren Sitz in Dortmund. Sie ist landesweit tätig. Organisatorisch gehört die Stelle als Dezernat 40 zur Schulabteilung der Bezirksregierung Arnsberg. Die Fachaufsicht für die Mitglieder der LaSI obliegt dem Ministerium für Schule und Bildung NRW.

Das Team der LaSI besteht aktuell aus gut 50 Personen. Dies sind neben der Hauptdezernentin zwei weitere Dezernenten, drei Mitarbeitende der allgemeinen inneren Verwaltung sowie abgeordnete Lehrkräfte aus allen fünf Regierungsbezirken und allen Schulformen.

Die Tätigkeiten der Mitglieder der Landesstelle Schulische Integration wirken sich derzeit auf ca. 700 Schulen und ca. 6.000 Lehrkräfte, Lehramtsstudierende, pädagogische Fachkräfte, Eltern, … in NRW aus.