Förderprogramm Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen.

Mit den fünf Elementen Heimat-Scheck, Heimat-Preis, Heimat-Werkstatt, Heimat-Fonds und Heimat-Zeugnis fördert die Landesregierung bis 2022 die Gestaltung der Heimat vor Ort, in Städten und Gemeinden und in den Regionen. Das Förderprogramm hat das Ziel, Menschen für lokale und regionale Besonderheiten zu begeistern, sie bei ihren Aktionen zu unterstützen sowie Mehrwerte für die Bürger*innen zu schaffen.

Wer kann einen Antrag auf Förderung stellen?

Antragsberechtigt sind je nach Modul Vereine, Organisationen, Initiativen, Einzelpersonen, Gemeinden und Kreisverwaltungen.

Was wird gefördert?

Fördergegenstand sind Projekte, die lokale und regionale Identität und Gemeinschaft stärken, indem sie sich mit Traditionen, der Geschichte, kulturellen Aspekten, Bauwerken oder Orten in der Natur auseinandersetzen.

Welcher Förderbaustein passt zu meinem Projekt?

Heimat-Scheck

Der Möglichmacher für gute Ideen!

Der Heimat-Scheck unterstützt Projekte, die nicht viel Geld kosten, aber einen großen Mehrwert für die Allgemeinheit versprechen. Die „Schecks“ sind die Wertschätzung für die grenzenlose Vielzahl von kleinen Initiativen und Projektideen. Die Anforderungen an den Förderantrag als auch an den Verwendungsnachweis sind auf ein Minimum reduziert, so dass Motivation in Taten umgesetzt werden kann.

Adressaten: Vereine, Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen

Förderung: gewährt wird ein Festbetrag in Höhe von 2.000 Euro

Heimat-Preis

Sie sind eingeladen sich zu bewerben!

Kommunen können mit der Auslobung des Heimat-Preises ehrenamtliches Engagement und innovative Projekte in Nordrhein-Westfalen ehren.

Hierfür müssen Gemeinden und Gemeindeverbände einen Rats- oder Kreistagsbeschluss fassen. Dieser muss auf die Auslobung und die spätere Vergabe des Heimat-Preises gerichtet sein und die Preiskriterien und Preiskategorien bestimmen. Das Preisgeld wird von ihnen ausgelobt und nach den zuvor bestimmten Preiskriterien auf die Preisträger*innen in den Preiskategorien verteilt. Zulässig sind hierbei bis zu drei Preisträger*innen. Die prämierten stellen sich anschließend einem Wettbewerb auf Landesebene.

Adressaten: Gemeinden und Kreisverwaltungen

Förderung: gewährt wird ein Festbetrag in Höhe von 5.000 Euro für kleinere Gemeinden, 10.000 Euro für Kreise und 15.000 Euro für kreisfreie Städte

Heimat-Fonds

Gutes verdoppelt sich!

Initiativen, die ein Heimat-Projekt verwirklichen wollen, brauchen Unterstützung. Vor Ort finden sie diese nicht selten in Spendern*innen, Sponsor*innen oder auch durch die jeweilige Kommune. Hier setzt der Heimat-Fonds an. Für jeden vor Ort eingeworbenen Euro gibt es je einen Euro vom Land dazu. Voraussetzung ist, dass die Kommune (auch Kreisverwaltung) mindestens 10 Prozent der Projektkosten trägt, den Förderantrag stellt und den Fonds verwaltet. Eine Bewilligung kann aber nur erfolgen, wenn die Spenden bzw. Drittmittel und der kommunale Anteil verbindlich zugesagt sind.

Adressaten: Gemeinden und Kreisverwaltungen

Förderung: gewährt wird eine anteilige Förderung, Fördersatz 50 Prozent; Projektvolumen mindestens 5.000 Euro

Heimat-Werkstatt

Gefordert sind kreative Prozesse!

Ideen zum Thema Heimat sollen in »Werkstätten« entwickelt und verwirklicht werden, um eine inhaltliche Auseinandersetzung in Gang zu setzen. Wir wollen Menschen miteinander darüber ins Gespräch bringen, was ihre lokale Identität ausmacht. Sie dafür sensibilisieren, was sie in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld als Gemeinschaft verbindet. Am Anfang der Heimat-Werkstatt steht daher immer ein offener Diskussions- und Arbeitsprozess, der die Einwohner*innen an der Frage teilhaben lässt, was sie prägt und ausmacht. Nach der Diskussionsphase folgt die Umsetzung der Ergebnisse aus der Heimat-Werkstatt. Die Ergebnisse sollen dauerhaft im öffentlichen Raum präsentiert werden; die zweite Phase der Heimat-Werkstatt!

Adressaten: Vereine und Initiativen, Gemeinden und Kreisverwaltungen

Förderung: gewährt wird eine anteilige Förderung, Fördersatz max. 90 Prozent

Heimat-Zeugnis

Zeugnisse lokaler und regionaler Geschichte!

Es können Projekte und Maßnahmen gefördert werden, mit denen in herausragender Weise lokale und regionale Geschichte sowie Traditionen aufgearbeitet und öffentlich präsentiert werden. Sicherlich hält auch Ihre Region entsprechende Besonderheiten bereit, die es verdienen, für die Allgemeinheit in Szene gesetzt zu werden. Die Förderung umfasst auch die Einbeziehung des Präsentationsortes (Gebäude, öffentlicher Raum) sowie die projektbezogene Herrichtung und Inszenierung von historischen Gebäuden, Museen, Plätzen oder Orten.

Adressaten: Vereine und Initiativen, Gemeinden und Kreisverwaltungen

Förderung: gewährt wird eine anteilige Förderung, Fördersatz für Kommunen bis zu 80 Prozent, für Private bis zu 90 Prozent. Das Projektvolumen soll mindestens 100.000 Euro betragen.

Wie viel Förderung gibt es?

Die Förderung variiert je nach Förderelement. Beginnend mit 2000 Euro bis hin zu sechsstelligen Beträgen.

Unter welchen Voraussetzungen wird gefördert? Was sind die Kriterien?

Die Projekte müssen die lokale und regionale Identität fördern und somit die Heimat stärken. Zudem muss die Finanzierung des Eigenanteils gewährleistet sein.

Wie läuft das Förderverfahren ab?

Für die Module Heimat-Scheck und Heimat-Preis müssen die Anträge zunächst online gestellt werden, dann aber auch ausgedruckt und unterschrieben per Post übersandt werden. Das Online-Verfahren und den Zugang finden Sie unter Downloads. Heimat-Fonds, Heimat-Werkstatt, Heimat-Zeugnis: Hier sind die Anträge mit hinreichender Projektbeschreibung und unter Beifügung eines Kosten- und Finanzierungsplanes schriftlich zu stellen.

Für alle Förderungen gilt: Mit der Maßnahme darf erst mit der Bekanntgabe des Bewilligungsbescheides begonnen werden. Dass mit der Maßnahme nicht früher begonnen wird, ist mit der Antragstellung zu bestätigen. Zudem sind Verwendungsnachweise über die Ausgaben vorzulegen.

Wann kann ein Förderantrag gestellt werden?

Seit September 2018 können Förderanträge eingereicht werden. Das Förderprogramm ist bis 2022 ausgelegt. Antragsfristen kennt die Heimatförderung nicht.

Wo kann der Antrag eingereicht werden?

Der Antrag ist an die Bezirksregierung zu richten. Antragsformulare sowie das Online-Verfahren sind im Downloadbereich zu finden.

Was sind die rechtlichen Grundlagen?

Die Förderung erfolgt auf Grundlage der Landeshaushaltsordnung NRW (§§ 23, 44) sowie den spezifischen Förderrichtlinien bzw. Fördergrundsätzen des Heimatförderprogramms. Näheres dazu kann dem Downloadbereich entnommen werden.