Städtebauliches Entwicklungskonzept für Werler Innenstadt wird mit Bundes- und Landesmitteln gefördert

von Links:  Bürgermeister Torben Höbrink, Anja Stakemeier (Stadt Werl),  Ferdinand Aßhoff, Bezirksregierung Arnsberg
14.05.2021

Städtebauliches Entwicklungskonzept für Werler Innenstadt wird mit Bundes- und Landesmitteln gefördert

Nach einer intensiven Vorbereitungsphase kann die Umsetzung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes Werl (ISEK) jetzt an den Start gehen. Elementare Grundvoraussetzung ist die Finanzierung des in verschiedenen Etappen geplanten Konzeptes, das die Werler Innenstadt zukunftsfähig machen soll.

Eine Grundidee des ISEK ist die Verknüpfung des historischen Stadtkerns mit den beiden prägnanten Grünräumen Kur-und Sportpark im Norden sowie dem Parkfriedhof im Süden. Die Fußgängerzone soll zu einer attraktiven Achse ausgebildet und mit den innerstädtischen Erholungsräumen verknüpft werden. Ihre Erneuerung und Transformation hin zu einem vielfältig genutzten Wohn-, Handels-, Begegnungs- und Wohlfühlraum ist wesentliches Ziel des ISEK. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Aufwertung der Fußgängerzone. Dies soll in verschiedenen aufeinander abgestimmten Schritten erfolgen. Ein Wettbewerb für die Umgestaltung der Fußgängerzone soll im nächsten Jahr für interessierte Ingenieur- und Planungsbüros durchgeführt werden. Im Anschluss soll schrittweise der Umbau der Fußgängerzone erfolgen. 

In der Aufwertung des Kur- und Sportparks sind zwei weitere wichtige Maßnahmen zu sehen, mit deren Umsetzung soll ebenfalls in 2021 begonnen werden. Beide Bereiche werden in mehreren Abschnitten mit unterschiedlichen Maßnahmen zukunftsfähig und bedarfsgerecht weiterentwickelt. In 2021 sind im Kurpark zunächst die Errichtung einer neuen WC-Anlage, die Erneuerung von zwei kleinen Brücken sowie der Bau von Fahrradabstellmöglichkeiten und E-Bike-Lade-Säulen geplant. Perspektivisch sind als weitere Maßnahmen unter anderen die Errichtung eines Wasserspielplatzes, der Ausbau der Beleuchtung sowie die Sanierung des Teiches geplant. Im Sportpark sollen 2021 ein Mini-Spielfeld und ein Aufenthaltsbereich das Angebot für Kinder und Jugendliche erweitern. 

Bürgermeister Torben Höbrink zeigte sich sehr erfreut über die Erteilung des ersten Förderbescheides und erklärte, dass ein großer und wichtiger Schritt für eine nachhaltige Innenstadtentwicklung geschafft worden sei. Die Stadt Werl werde aber auch weiterhin die Planungen und Entwicklung der ISEK-Projekte mit großem Einsatz vorantreiben. Anja Stakemeier von der Koordinierungsstelle Förderungen der Stadt wies darauf hin, dass ohne die Ideen der Öffentlichkeit und die intensive Mitarbeit der Kollegen aus den einzelnen Abteilungen der Verwaltung die Erarbeitung des ISEK und der einzelnen Projekte nicht möglich gewesen wäre.    

Über einen Zeitraum von acht Jahren sollen alle Maßnahmen des ISEK mit einem Gesamtkostenvolumen von rund 12.961.409 Euro umgesetzt werden. Finanzmittel aus dem Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ werden hier einen wesentlichen Beitrag leisten. Einen ersten Förderbescheid in Höhe von 565.500 Euro übergab am Freitag, 14. Mai 2021, Ferdinand Aßhoff von der Bezirksregierung Arnsberg an den Werler Bürgermeister Torben Höbrink.