Soziale Ansprechpartner*innen (SAP) für Lehrkräfte

Für Unternehmen und Behörden ist es seit Jahren selbstverständlich, Ansprechpartner*innen für berufsbezogene sowie außerberufliche Konflikte zu stellen.

Das für Lehrkräfte zuständige Ministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Bezirksregierung Arnsberg gebeten, das im Regierungsbezirk Detmold erfolgreich erprobte und seit dem 1. Februar 2012 fest etablierte System Sozialer Ansprechpartner*innen (SAP) für Lehrkräfte als weiteren Schritt eines stufenweisen Aufbaues eines landesweiten Systems SAP im Schulbereich zu realisieren.

Mit Beginn des Schuljahres 2015/2016 konnten zunächst acht Lehrkräfte und am 1. Februar 2016 weitere vier Lehrkräfte nach einer Grundausbildung in Gesprächsführung, Konfliktlösungsstrategien und der Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen zu vereinzelten Krankheits- und Störungsbildern zu Sozialen Ansprechpartner*innen bestellt werden. Die Sozialen Ansprechpartner*innen führen auf Anfragen von Lehrkräften an öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Arnsberg streng vertrauliche Gespräche beziehungsweise Beratungen zu unterschiedlichsten Themen durch (vgl. Flyer im Downloadbereich). Die den Sozialen Ansprechpartner*innen bekannt gewordenen Informationen unterliegen der Verschwiegenheitspflicht; hiervon dürfen sie nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Betroffenen abweichen.

Die Sozialen Ansprechpartner*innen verstehen sich als Lai*innen, die aufgrund ihrer qualifizierten Ausbildung und Praxiserfahrung besonders dazu befähigt sind, Kolleg*innen mit Problemen in partnerschaftlicher Weise Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Sozialen Ansprechpartner*innen werden nicht therapeutisch tätig und können den Erfolg ihrer Bemühungen nicht garantieren. Demzufolge können sie sich weder verbürgen noch haftbar gemacht werden für die Umsetzung oder den Erfolg gemeinsam erarbeiteter Lösungen bei den betreuten Personen.