15.07.2021

Unwetter im Regierungsbezirk Arnsberg

Feuerwehren und Rettungskräfte im Dauereinsatz

Die durch Starkregen in den vergangenen Tagen verursachte Unwetterlage im Regierungsbezirk Arnsberg bringt für die Einsatzkräfte der Feuerwehren und Rettungsdienste eine bisher kaum gekannte Einsatzdichte und große Beanspruchung mit sich.

Die Bezirksregierung koordiniert dabei den Einsatz von Kräften aus allen Teilen des Bezirkes insbesondere in den besonders betroffenen Städten und Gemeinden. Das sind an erster Stelle die Stadt Hagen sowie der Märkische Kreis mit Altena, Nachrodt-Wiblingwerde, Neuenrade und Plettenberg sowie der Hochsauerlandkreis mit den Städten Schmallenberg und Sundern sowie der Gemeinde Eslohe, wobei sich die Lage im Hochsauerlandkreis mittlerweile weitgehend entspannt hat.

Im Rahmen der so genannten überörtlichen Hilfe werden in die besonders von den Unwetterereignissen und Unwetterfolgen betroffenen Kommunen Hilfskräfte aus anderen Teilen des Regierungsbezirkes zugeführt.

Insgesamt sind bisher im Regierungsbezirk Arnsberg 5632 Einsätze mit 6106 Kräften registriert worden.

Hintergrund: Die Rolle der Bezirksregierung im Katastrophenschutz

Die Bezirksregierung Arnsberg unterstützt die Kreise bei ihren Anstrengungen, die Folgen einer Schadenslage zu bewältigen. Insbesondere gilt es, Einsatzkräfte zu koordinieren und die erforderliche Infrastruktur für die Lagebewältigung zu organisieren. Der Krisenstab der Bezirksregierung kann Hilfs- und Einsatzkräfte über die so genannte Bezirksbereitschaft mobilisieren und weitere Ressourcen bereitstellen.

Um im Schadensfall schnell und effektiv helfen zu können, hat Nordrhein-Westfalen die Aktivierung von Einsatzkräften bereits vorab organisiert und dafür eine feste Struktur gemeinsam mit den Feuerwehren und Hilfsorganisationen verankert. Diese so genannten Landeskonzepte für die „vorgeplante überörtliche Hilfe“ sehen vor, dass bei außergewöhnlichen Schadensereignissen sehr viele Helferinnen und Helfer samt Material innerhalb kürzester Zeit gezielt und bedarfsgerecht in anderen Regierungsbezirken oder auch Bundesländern eingesetzt werden können.

Die Landeskonzepte umfassen Einsatzeinheiten mit unterschiedlichen Spezialisierungen, beispielsweise die Wasserrettung, Logistik, Patiententransport, Technische Hilfeleistung oder Brandbekämpfung. Daneben gibt es auch Einheiten mit einem allgemeinen Einsatzzweck.

Die Einheiten setzen sich aus den überwiegend ehrenamtlichen Feuerwehrleuten und Mitgliedern von Hilfsorganisationen zusammen. Besteht Bedarf, werden entsprechende Einheiten durch die Bezirksregierung alarmiert. Die Mitglieder aus den Kommunen der jeweiligen Konzepte setzen sich dann in Bewegung und rücken als Einheit zu dem Einsatzort aus.