Kräfte aus In- und Ausland kontrollieren gemeinsam Abfalltransporte an A2 und A45 im Raum Dortmund

Das Bild zeigt einen Gruppe von Personen vor der Ladefläche eines LKW.
05.05.2022

Vereint gegen illegale Abfallexporte

Kräfte aus In- und Ausland kontrollieren gemeinsam Abfalltransporte an A2 und A45 im Raum Dortmund

Knapp 20% der Abfalltransporte beanstandet, so das Ergebnis einer Kontrolle grenzüberschreitender und innerdeutscher Abfalltransporte, die die Bezirksregierung Arnsberg am heutigen Dienstag (03.05.) in einem Großeinsatz mit anderen Landes- und Bundesbehörden sowie der niederländischen Inspektion durchführte.

An der Kontrollaktion unter Federführung der Bezirksregierung Arnsberg an A2 und A45 im Raum Dortmund waren die Autobahnpolizei, die Wasserschutzpolizei, das Bundesamt für Güterverkehr (BAG), der Zoll, die niederländische Inspectie Leefomgeving en Transport, die Polizeiinspektion Osnabrück, die Stadt Dortmund und die Bezirksregierungen NRW beteiligt. Parallel führte die Autobahnpolizei des Polizeipräsidiums Dortmund an der Kontrollstelle an der A2 eine Großkontrolle zur Überwachung des Schwerlastverkehrs mit Kooperationspartnern durch.

Der Leiter der Umweltabteilung bei der Bezirksregierung Arnsberg, Thorsten Schmitz-Ebert, überzeugte sich vor Ort von der guten Kooperation der Behörden: „Illegale Abfallverbringung kann, besonders in Ländern mit wenig entwickelten Standards zum Umwelt- und Gesundheitsschutz, erhebliche Umwelt- und Gesundheitsschäden verursachen. Deshalb wurden die Anforderungen z. B. an die Verbringung von Kunststoffabfällen in letzter Zeit verschärft. Wir arbeiten in enger Kooperation mit Kontrollbehörden im In- und Ausland daran, diese Regeln durchzusetzen. Die heutige Großkontrolle ist ein wichtiges Element dieser Kooperation.“

Nach einer gemeinsamen Einsatzbesprechung zogen die Kontrolleur*innen die Transportfahrzeuge von der A 2 auf den Parkplatz Herrenthey und von der A 45 auf den Parkplatz Kirchlinde. Hier prüften Abfallspezialist*innen die Begleitpapiere und die Ladung sowie im Zweifel auch den Verbleib der Abfälle. Gleichzeitig wurden durch BAG und Polizei Verstöße gegen Vorschriften des Gefahrgutrechts, zu Lenk- und Ruhezeiten sowie wegen technischer Mängel und unzureichender Ladungssicherung aufgenommen. Der Zoll prüfte u.a. auf illegale Beschäftigung. Der Einsatz wurde um 14.30 Uhr beendet.

In 18 Prozent der kontrollierten Abfalltransporte wurden die abfallrechtlichen Papiere beanstandet; illegale Verbringungen von Abfällen wurden dieses Mal nicht festgestellt. 

Einsatzleiter Eberhard Schulte von der Bezirksregierung Arnsberg zog als Fazit: „Die gemeinsame Großkontrolle hat gezeigt, dass die enge Kooperation der Kontrollbehörden notwendig und erfolgreich ist. Die regelmäßigen Kontrollen an den Verkehrswegen zeigen dauerhafte Wirkung und decken dennoch immer wieder Verstöße gegen die abfallrechtlichen Bestimmungen auf.

Für 2022 sind weitere Kontrollaktionen zusammen mit BAG, Polizei und Zoll geplant. So werden Abfalltransporte an den Autobahnen, aber auch im Einzugsbereich bestimmter Industriegebiete und auf Wasserstraßen im Regierungsbezirk Arnsberg überprüft.
Außerdem nehmen die Abfallexpert*innen der Bezirksregierung Arnsberg auch an Kontrollen der Autobahnpolizei, der anderen Bezirksregierungen und in Nachbarstaaten teil.

Ein weiteres Element der Abfallstromkontrollen der Bezirksregierung Arnsberg sind regelmäßige Überprüfungen bei den Entsorgern und Erzeugern von Abfällen im Regierungsbezirk Arnsberg.