Im Vordergrund ist ein Tagebau abgebildet und im Hintergrund ein Industriegebiet mit mehreren Schornsteinen, die sehr viel hellen Rauch an die Umgebung abgeben.

Wasserwirtschaft bei der Braunkohlengewinnung

Früher wurde westlich von Köln die Braunkohle auf dem Villerücken oberhalb des Grundwasserspiegels gewonnen. Mit Aufkommen der Tieftagebaue in den 1950er Jahren wurde eine Absenkung des Grundwasserspiegels erforderlich. Hierzu wurde bei der RWE Power AG schon 1958 eine eigene Abteilung Wasserwirtschaft ins Leben gerufen.

Sämtliche genehmigungs- als auch aufsichtsrechtlichen Belange rund um die Entwässerung und Wasserwirtschaft der Tagebaue im Rheinischen Braunkohlenrevier werden von der Abteilung Bergbau und Energie in NRW bearbeitet.

Zur Sicherung der Böschungssysteme fördert die RWE Power AG im Rheinland aus ca. 1500 Brunnen mehr als 500 Millionen m³ Wasser pro Jahr. Das ist mehr als das doppelte Fassungsvermögen der Rurtalsperre oder fast das Vierfache der Möhnetalsperre. Das Wasser dient zur Versorgung der Kraftwerke, sowie der Trink-, Ersatz- und Ökowasserversorgung. Ungefähr die Hälfte des Wassers wird ungenutzt abgeleitet, dass meist über die Erft und ein Teil über die Inde und die Rur.