Wasserhaltungen in Tagebauen und Fortführung anfallenden Abwassers

In den Tagebauen des Rheinischen Braunkohlereviers in Nordrhein-Westfalen fallen - im wesentlichen bedingt durch Niederschläge und durch ggf. eine Restentwässerung der Böschungen – Wässer an. Diese werden gezielt in so genannte Wasserhaltungen (geschnittene Becken) gesammelt. Beginnend vom Tagebautiefsten werden diese Wässer mittels Rohrleitungssystemen über weitere Wasserhaltungen gezielt über die einzelnen Ebenen des Tagebaus aus dem Tagebau selbst herausgeleitet. Hauptbestandteil der Wässer ist Kohleschlamm, der im Zuge mechanischer Behandlungen separiert wird. Die Wässer gelangen hiernach in die Vorfluter.

An den Standorten der Fabriken, Werkstätten und in den Tagesanlagen der Tagebaue fallen auch Abwässer an, so beispielsweise Niederschlagswässer von bebauten und befestigten Flächen, Schmutzwässer, Produktionsabwässer und Sanitärabwässer. Während die Sanitärabwässer den örtlichen, kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen zugeführt werden, erfolgt die Einleitung der übrigen Abwässer nach entsprechender physikalisch-chemischer Behandlung überwiegend in die nahe gelegene Vorflut. Der Bergbautreibende unterhält diesbezüglich zur Weiterleitung als auch Behandlung von rd. 8 Mio. m3 Abwasser pro Jahr an den Standorten eigene Kanalsysteme als auch genehmigungsbedürftige Abwasserbehandlungsanlage.

Die für hierfür notwendigen Erlaubnisse und Genehmigungen nach dem Wasserrecht werden durch die Abteilung Bergbau und Energie in NRW erteilt.