Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU)

Der HSU ist ein freiwilliges Angebot des Landes NRW für mehrsprachig aufwachsende Erst- bis Zehntklässler*innen. Die Herkunftssprache (oft auch Familiensprache) ist von besonderer Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler*innen und deren Lernausgangslage.

Die lebensweltliche Mehrsprachigkeit wird in rund 20 Herkunftssprachen in Wort und Schrift gezielt gefördert. Im Sinne einer Gesamtsprachenkompetenz stellt der HSU eine herausragende Ergänzung zum kumulativen Aufbau bildungssprachlicher Fertigkeiten des Deutschen sowie weiterer Fremdsprachen dar.

Er wird nach curricularen Vorgaben des Ministeriums für Schule und Bildung erteilt. Seit der Erlassänderung vom 28. Mai 2020 ist es auch die Aufgabe des HSU, wichtige interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln und mehrsprachiges Lernen zu ermöglichen. Zur engeren Verknüpfung des herkunftssprachlichen Unterrichts mit dem Unterricht in den Fächern ist das gemeinsame Unterrichten von Lehrkräften des herkunftssprachlichen Unterrichts und Lehrkräfte der anderen Fächer in der Primarstufe möglich.

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt den Schulen im Regierungsbezirk Arnsberg rund 170 Stellen für Lehrkräfte, die HSU erteilen, zur Verfügung.

Die Schulen melden ihre Bedarfe für den HSU den örtlichen Schulämtern (Ansprechpartner*innen für „Integration durch Bildung“ in der Unteren Schulaufsicht). Diese beantragen auf der Grundlage der Bedarfsmeldung und nach entsprechender Prüfung HSU-Stellen bzw. Stellenanteile bei der Bezirksregierung in Arnsberg.