ILF – Internationale Lehrkräfte Fördern

Lehrkräfte, die am Qualifizierungsprogramm „ILF – Internationale Lehrkräfte Fördern“ der Bezirksregierung Arnsberg teilnehmen, kommen in vielen Fällen aus Krisengebieten und erhalten durch das Programm die Möglichkeit im deutschen Schulsystem Fuß zu fassen und ihren erlernten Beruf wieder auszuüben. Damit helfen sie nicht nur den Lehrkräftemangel an Schulen in NRW zu reduzieren, sondern leisten auch einen entscheidenden Beitrag im Umgang mit Schüler*innen mit Fluchterfahrung.

Das Programm der Bezirksregierung schließt an das universitäre Qualifizierungsprogramm „Lehrkräfte Plus“ an, welches inzwischen an den folgenden fünf Universitäten in NRW angeboten wird: Bochum, Bielefeld, Duisburg-Essen, Köln, Siegen. Für die Teilnahme durchlaufen die internationalen Lehrkräfte ein umfangreiches Bewerbungsverfahren. Im Rahmen von „Lehrkräfte Plus“ werden sie sowohl in Seminaren an der jeweiligen Universität als auch an ausgewählten Schulen auf ihrem Weg in den Schuldienst für ein Jahr unterstützt und gefördert.

Nach dem erfolgreichen Abschluss von „Lehrkräfte Plus“ haben die Lehrkräfte die Möglichkeit sich im Anschlussprogramm „ILF – Internationale Lehrkräfte Fördern“ zwei weitere Jahre zu qualifizieren. Sie können sachgrundlos befristet an einer Schule in NRW für die Sekundarstufe I eingestellt werden, wo sie zwölf Stunden in der Woche unterrichten. Die Lehrkräfte sollen mit Hilfe verschiedener Formen des Co-Teachings sukzessive an eigenverantwortlichen Unterricht herangeführt werden.

Zudem nehmen die Lehrkräfte wöchentlich als Teil des Qualifizierungsprogramms an Seminaren zur Methodik und (Fach-)Didaktik sowie am eigens entwickelten Kurs „Deutsch als berufliche Sprache“ teil.

Im Anschluss an das ILF-Programm haben die Teilnehmenden die Möglichkeit dauerhaft im Schuldienst des Landes NRW tätig zu werden.