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Klimaschutz mit BRAvour

Klimaschutz - von bundesweiten Zielen zu lokalem Handeln in unserer Region

Der Klimawandel schreitet weiter ungebremst voran. Im Regierungsbezirk spüren wir den Klimawandel bereits in Form von großflächigem Waldsterben, ungewöhnlich heißen Sommern und immer häufiger auch durch leere Talsperren.

Um dem Klimawandel entgegenzuwirken steht unser Energieversorgungssystem vor einem Umbruch: Der Kohleausstieg bis zum Jahr 2038 ist von der Bundesregierung beschlossen. Außerdem werden im Jahr 2022 die letzten Atomkraftwerke abgeschaltet. Auch um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten ist der Ausbau erneuerbarer-Energien-Anlagen nun also dringend notwendig. Bis 2035 soll daher der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch 65 Prozent betragen.

Die leere Möhnetalsperre - auf Grund des Klimawandels ein immer häufigeres Bild

Ausbau Dachphotovoltaik im Regierungsbezirk Arnsberg

Doch wo steht der Regierungsbezirk Arnsberg in Sachen Klimaschutz und dem Ausbau erneuerbarer Energien?

Die untenstehende Karte zeigt die prozentuale Potenzialnutzung von Photovoltaik-Dachflächenanlagen (PV-Dachflächenanlagen) im Regierungsbezirk. Obwohl PV-Dachflächenanlagen laut einer Studie der Agora Energiewende mit 81 Prozent die gesellschaftlich höchste Akzeptanz unter den Erneuerbaren-Energien-Technologien haben , werden im Durchschnitt nur 5 Prozent des PV-Dachflächenpotenzials im Regierungsbezirk genutzt. Das Wissen über die Rahmenbedingungen rund um die Installation von PV-Dachflächenanlagen ist in der Bevölkerung vielfach noch veraltet. Entgegen der landläufigen Meinung lohnt sich die Installation einer PV-Dachflächenanlage: Die Kosten für Photovoltaikanlagen sind in den letzten Jahren stark gesunken – laut dem Fraunhofer Institut seit 2008 um ca. 75 Prozent.  Der Solar Cluster Baden-Württemberg hat für kleine PV-Anlagen mit einem Eigenverbrauchsanteil von 25 Prozent Renditen bis zu 5 Prozent abgeschätzt.  Da die Bundesregierung plant, dass bis 2030 mindestens 7 bis 10 Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren, fällt der günstigen Eigenstromversorgung auch zukünftig eine hohe Bedeutung zu. Der Solarkataster des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) gibt Interessierten schnell und einfach die Möglichkeit zu prüfen, ob sich eine PV-Anlage auf ihrem Dach lohnt.

Viel Spielraum also, um mehr in Sachen Aufklärung zur Installation von Dachflächenphotovoltaik in unserem Regierungsbezirk zu tun.

Ausschöpfung des Potenzials von Dach-Photovoltaik im Regierungsbezirk Arnsberg (2018)

Häufig fehlt es den Kommunen vor Ort jedoch an Ressourcen, die Aufklärung über aktualisierte Rahmenbedingungen zu Erneuerbaren-Energien-Technologien vollumfänglich zu betreiben. Zudem werden in vielen Kommunen ähnliche Arbeiten erledigt, die auch von einer zentralen Stelle oder von einer Partnerinnenorganisation der Kampagne ausgeführt werden könnten.

An dieser Stelle setzt die Klimakampagne der Bezirksregierung Arnsberg an. Die Bezirksregierung bietet den teilnehmenden Kommunen als Service Informationsmaterialien zu den Themen Nutzerverhalten, Mobilität, Gebäudemodernisierung, Energie und Klimafolgenanpassung zur individuellen Nutzung an. Schwerpunkt der Kampagne wird auf Grund der gesellschaftlich hohen Akzeptanz das Thema Dachflächenphotovoltaik sein.

Solarpanel vor blauem Himmel und Sonnenuntergang

Geprüfte Informationsmaterialien auf dem neusten Stand helfen, dass nicht jede Kommune „das Rad neu erfinden muss“ – es kann zentral auf die von der Bezirksregierung bereitgestellten Materialien zurückgegriffen werden.

Erfolgreich durch gelungene Kommunikation

Zusätzlich zu den Informationsmaterialien profitieren die Kommunen vom Wissenstransfer innerhalb des Netzwerkes der Klimakampagne. Mit der EnergieAgentur.NRW als etablierter und hochprofessioneller Partnerin koordiniert die Bezirksregierung Arnsberg fortlaufend Workshops und Beratungen, in denen den Kommunen Wissen rund um Klimapsychologie und -kommunikation vermittelt wird.

Nicht nur dem Klimaschutz kommt die Klimakampagne der Bezirksregierung Arnsberg zugute. Der Ausbau von Dachflächen-PV ist auch ein Jobmotor: Der Bundesverband Solarwirtschaft geht davon aus, dass das Erreichen der Klimaschutzziele im Bereich Solarstrom zu einer Verdreifachung der Beschäftigten in der Branche führen wird. Somit ist Dachflächen-PV auch ein Plus für die regionale Wertschöpfung.

Bereits 75 Kommunen aus dem Regierungsbezirk Arnsberg haben sich für die Klimakampagne angemeldet. Die teilnehmenden Kommunen können der untenstehenden Karte entnommen werden.

Teilnehmende Kommunen an der Klimakampagne im Regierungsbezirk Arnsberg